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Michael Luzio • Stiftungsratspräsident

Aufgewachsen ist Michael Luzio im benachbarten Marmorera. Nach der Heirat vor 14 Jahren ist er nach Sur gezogen. Seit 24 Jahren arbeitet er als Elektriker im Geschäft seines Vaters. Kurz nachdem er 1997 das Geschäft des Vaters übernahm hat Herr Luzio die Meisterprüüfung als Elektroinstallateur abgelegt und begann sich auch aktiv im Gemeindevorstand zu engagieren. 2 Jahre später wurde er zum Gemeindepräsidenten gewählt. Dieses Amt hat er bis Ende 2004 inne. In der Funktion des Gemeindepräsidenten hat Luzio auch das Amt des Stiftungsratspräsidenten übernommen, welches er auch nach seinem Austritt aus der Gemeindepolitik weiter führt.

Als Präsident der Stiftung „Schatzinsel Alp Flix“ übernimmt Luzio Verantwortung für den Schutz dieser einmaligen Naturlandschaft. Als Kind erlebte er die Alp Flix als ganz „normale“ Alp, sozusagen Betriebsblind. Das Feedback von Touristen und der Geotag der Artenvielfalt brachten auch ihm die Faszination für diese Alp näher. Heute ist er seinen Vorgängern dankbar, die in den 70er Jahren ein Riesenprojekt für Skiliftanlagen und 10'000 Hotelbetten in Sur abgelehnt haben. Der Schutz der Alp Flix wurde 1996 mit der Aufnahme ins Bundesinventar der geschützten Moorlandschaften vorgespurt. In Zukunft geht es vor allem um eine optimale Verbindung von Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft. Naturschutz bedeutet im Konkreten Fall auch Wirtschaftsförderung. Über eine intakte Naturlandschaft sollen Touristen angezogen werden, die dann aber auch sinnvoll durch die Naturlandschaft gelenkt werden.

Die Dorfbevölkerung ist auch unter dem neuen Gemeindepräsidenten Alfons Cotti offen für den Naturschutz und den naturnahen Tourismus, wobei die einzelnen Projekte auch immer wieder kritisch hinterfragt werden. Im gegenwärtig schwierigen Umfeld zeigt sich die Gemeinde Sur sehr innovativ und nimmt mit verschiedenen Projekten die Gemeindeentwicklung selbst in die Hand. Mittels Wohnbauförderung, einem Ferienaltersheim, einem Infozentrum für Naturschutz und Wissenschaft innerhalb des geplanten Naturparks Ela und der Mitgliedschaft in der Allianz der Alpen soll die Gemeinde attraktiv bleiben. Dadurch können hoffentlich Strukturen wie der Postschalter, der Lebensmittelladen, und die Schule erhalten bleiben und möglichst neue Arbeitsstellen innerhalb der Gemeinde geschaffen werden.

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